5-Hydroxytryptophan 5-HTP; weitergehende Literatur-Informationen
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Serotonin, das in Nervenzellen („Neuronen”) im Zentralnervensystem (ZNS) als Botenstoff fungiert, muss von diesen Neuronen selbst produziert werden, da Serotonin aus dem Blut die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann
Produktion von Serotonin in Neuronen des ZNS ist von im ZNS verfügbaren L-Tryptophan abhängig
Die Zufuhr von L-Tryptophan über die Blut-Hirn-Schranke kann von zahlreichen Faktoren gestört werden:
-Gesteigerter Umsatz zu Kynureninen senkt den L-Tryptophan-Spiegel
-Erhöhte Kynurenin-Werte behindern den Transport von L-Tryptophanin das Gehirn
-L-Tryptophan steht mit anderen Aminosäuren im Wettbewerb um die Transport-Protein an der BH-Schranke (die anderen Aminosäuren liegen im allg. im Überschuss vor)
-L-Tryptophan wird durch andere Stoffwechselwege verarbeitet (Proteinaufbau, Bildung von Niacin)
5-Hydroxytryptophan (5-HTP) umgeht („Bypass”) den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Umwandlungvon L-Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan
5-HTP wird nach oraler Zufuhr gut resorbiert
Die Aufnahme steht nicht im Wettbewerb mit anderen Aminosäuren
5-HTP überwindet die Blut-Hirn-Schranke ohne die Notwendigkeit für 20besondere Transporter-Moleküle
Birdsall schreibt, dass die therapeutische Verabreichung von 5.HTP bei einem breitem Spektrum von Krankheitszuständen einen positiven Einfluss hat.
Dies umfasst Depressionen, Fibromyalgie, Schlafstörungen und Essstörungen mit Übergewicht, sowie chronische Kopfschmerzen.
Bruni und Kollegen zeigen, dass 5-HTP einen positiven Einfluss hat bei Kindern mit nächtlichen Panikattacken.
Schruers und Kollegen zeigen bei experimentell ausgelösten Panikattacken einen positiven Einfluss von 5-HTP.